Lunte


Lunte

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Lun|te ['lʊntə], die; -, -n:
langsam glimmende Zündschnur:
die Lunte anzünden, an etwas legen;
Lunte riechen (ugs.): eine Gefahr, Bedrohung, etwas Unangenehmes schon im Voraus bemerken:
die Polizisten hatten Lunte gerochen und hielten den Wagen an.

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Lụn|te 〈f. 19
1. mit einer Bleioxidlösung getränkte Hanfschnur, die langsam glimmt u. eine Sprengladung entzünden soll
2. 〈Textilw.〉 Faserstoffhalbzeug, Vorgarn mit echtem od. falschem Draht
3. 〈Jägerspr.〉 Schwanz (bei Fuchs u. Marder)
● \Lunte riechen 〈fig.〉 merken, was los ist, eine Gefahr spüren [zuerst 16. Jh. „Lappen, Fetzen“, dann „Lampendocht“, dann „Zündschnur, Fuchsschwanz“ (wegen der roten Farbe)]

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Lụn|te , die; -, -n [urspr. = Lappen, Fetzen, H. u.]:
1. (früher) langsam glimmende Zündschnur:
die L. anzünden;
L. riechen (ugs.; eine Gefahr, Bedrohung, etw. Unangenehmes, was auf jmdn. zukommt, schon im Voraus merken; nach dem scharfen Geruch einer glimmenden Zündschnur, die den Standort eines verborgenen Schützen verriet);
die L. ans Pulverfass legen (durch eine bestimmte Äußerung, Handlung einen bereits vorhandenen Konflikt, eine gespannte Situation zum offenen Streit werden lassen).
2. [nach der feuerroten Farbe beim Fuchs] (Jägerspr.) Schwanz (bei Fuchs u. Marder).

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Lunte
 
[ursprünglich »Lappen«, »Fetzen«],
 
 1) Jägersprache: Schwanz des Fuchses, des Marders, des Wolfes und der Wildkatze.
 
 2) Waffenkunde: mit Salpeter getränkter und mit Bleizucker gebeizter, langsam glimmender Hanfstrick. Um 1420 erfunden, diente die Lunte im 15.-19. Jahrhundert zur Entzündung des Pulvers bei Feuerwaffen.
 

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Lụn|te, die; -, -n [urspr. = Lappen, Fetzen, H. u.; 2: nach der feuerroten Farbe]: 1. (früher) langsam glimmende Zündschnur: die L. anzünden; Er ... legt L. an eine Kanone (Hacks, Stücke 153); *L. riechen (ugs.; eine Gefahr, Bedrohung, etw. Unangenehmes, was auf jmdn. zukommt, schon im Voraus merken; nach dem scharfen Geruch einer glimmenden Zündschnur, die den Standort eines verborgenen Schützen verriet); die L. ans Pulverfass legen (durch eine bestimmte Äußerung, Handlung einen bereits vorhandenen Konflikt, eine gespannte Situation zum offenen Streit werden lassen). 2. (Jägerspr.) Schwanz des Fuchses u. des Marders. 3. (Textilind.) schwach gedrehtes Vorgarn.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Lunte — riechen: merken, daß Gefahr im Verzug ist. Die seit 1585 belegte Redensart geht auf Lunte = brennender Docht, dann Zündschnur zurück. Vor der Einführung der Steinschlösser und Zündhütchen benutzte man Lunten zum Entzünden der Geschützladungen.… …   Das Wörterbuch der Idiome

  • Lunte — Lunte: Das seit dem Anfang des 16. Jh.s bezeugte Substantiv bedeutete zunächst »Lappen, Fetzen«. Bereits im 16. Jh. wurde es im Sinne von »Lampendocht« und »Zündschnur« gebräuchlich. Als Bezeichnung für »Lampendocht« ist »Lunte« heute veraltet.… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Lunte — (f.) bezeichnet eine langsam glimmende Zündschnur in der Jägersprache den Schwanz von Fuchs und Marder. ein Vorgarn beim Spinnen. [ugs.] eine Haschischzigarette. Lunte ist der Familienname von Gottschalck Lunte († 1532), Lübecker Bürgermeister …   Deutsch Wikipedia

  • Lunte — Sf std. alt. (15. Jh.) Stammwort. Bezeugt als Lampendocht, Zündschnur, Lumpen . Die heutige Wendung die Lunte riechen stammt von den stark riechenden Zündschnüren, die damit schon vor der Zündung wahrgenommen werden konnten. Der waidmännische… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Lunte — Lunte, 1) ein aus drei Fäden gut gereinigten Hanfwergs nicht zu lose gedrehter 1/2–1/2 Zoll starker Strick, welcher bei derpreußischen Artillerie mit einer Auflösung von essigsaurem Bleioxyd in Flußwasser getränkt wird; bei der österreichischen… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Lunte — Lunte, ein lose gedrehter, 10–15 mm starker Strick aus Flachs oder Hanfwerg, der mit einer Auflösung von essigsaurem Blei oder chromsaurem Kali (sogen. Zigarrenlunte der Taschenfeuerzeuge) in Flußwasser getränkt ist und langsam glimmt. Die um… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Lunte — Lunte, mit Bleizuckerlösung getränkter Hanfstrick, glimmt langsam mit fester Kohle fort, wurde um einen Stock (Luntenspieß, Feuerfahne) gewickelt und in einer Klemme aus zwei Armen unterhalb seiner Spitze befestigt; bis ins 17. Jahrh. war die L.… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Lunte — Lunte, ein stark gedrehter Faden aus Flachswerg, in Lauge von Buchenasche und ungelöschtem Kalk gekocht und an der Sonne getrocknet, glimmt angezündet langsam fort u. dient zum Losbrennen von Pulverladungen und Kunstfeuern. L.nschloß, das, an der …   Herders Conversations-Lexikon

  • Lunte — Lunte,die:1.⇨Schwanz(1)–2.L.riechen:a)⇨merken(1)–b)⇨Verdacht(2) …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Lunte — wer »Lunte riecht«, der schöpft Verdacht. »Dit macht Lunte!«, das macht Spaß …   Berlinerische Deutsch Wörterbuch